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1425. Jan. 27. Liegnitz.

Bürgermeister und Rathmannen verpflichten sich unter Bürgschaft zu Zahlung von 190 Mark an mehrere Juden auf nächsten Georgentag.

Wir burgermeyster vnd rathmanne der stad Legnicz, dy do yczund siend adir in zukunafftigen czeiten gekorn werden, eldisten, gesworne vnd die gancze gemeyne, wir globen alle selbschuldige, ich her George Schellendorff, her Weczil Schelndorff, syn bruder vnd Burgman Schindil zu Hellewigisdorff gesessen, wir siend dye burgen, wir globen alle mitteander (!) mit gesampter hand vngesundert vnd vngeteilet, bie vnsern trawen vnd rechten eren an allis arg, zugelden vnd czubeczalen Abraham, juden zu Strelen, David, Jacob, Cussieln, Merkiln, Elias Bemsch vnd den cleynen Cossman von der Sweidnicz, iren woyben, iren kindern vnd allen eren geerben hundirt vntl newnczig marg gutter Bemisscher groschen, Polnischer czal vff sente George tag, der nehstczukunfftig wirth vnd dry gancze wochen donoch vnd ap das nicht geschee, zo sal czuhand noch deme egenanten tage y dy marg y dy woche wuchern eynhalben grosschin, die weyle das ir egenantes geld vnuorgulden ist. Wenne vns die egenanten juden manen adir ire eyner, so globin wir en inczureyten czu Bresslaw adir in czwelff mevlen vondanien, wo sie hen kysten, der burgermeister mit eyme rathmanne mit czweyen knechten vnd mit vier pferden vnd iczlichir burgen mit seynis selbis leybe vnd mit eyme knechte vnd mit czweyn pferden in eyne gemeyne herberge vnd dorynne czulegin, als inlegers recht ist, vnd wonne die egenanten juden vnsers inlegers von vns nymmer haben wellen, zo globin wir sie zubeczalen von stadan (!) mit gereytem gelde adir mit silberynnen pfanden doran en die juden willeclich lasen genugen howptgut vnd wucher vnd allis, das doruff gegangin ist; dye weyle die egenanten juden desin briff habin, zo bekennen wir das en er gelt vnvorgulden ist. Auch globen wir en vor alle gewalt, vor geistlich vnd vor wertlich gerichte, das das den juden nicht schaden sal an der beczalunge ires geldis, hewptgutis vnd wuchers, sunder wir globin sie gutlich, liplich vnd czudanke czubeczalin vnd auch globen wir bey vnsern trawen vnd eren die genanten juden nicht an keyne gewaldige hant zuwizen, doran sye dunket, das sye zuschaden mochten komen an erem genanten gelden. Vnd wer desin briff ynnehat mit der egenanten juden willen, deme globin wir alle obgenante globde zuhaldin gleicherwize, als den egenanten juden selbit. Des zubekentenisse haben wir selbschuldiger vnd burgen vnser ingesigile an desin briff gehangen, der gegebin ist noch Cristi geborth vierczenhundirt jar donoch in deme vumffvndczwengisten (!) jare am sonabunde noch sente Pauli tage als her bekarth wart.

O. d. St. L. No. 305. Mit drei Siegeln an Pergamentstreifen, das linke ganz unkenntlich, das der Schellindorfe in der Mitte, rechts das Schindils von Hellewigisdorf.


Urkunden-Buch der Stadt Liegnitz und ihres Weichbildes bis zum Jahre 1455 - Herausgegeben dr Friedrich Wilhelm Schirrmacher - Liegnitz 1866



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